Von Vallesindola nach Rocca di Cambio
Die schöne Tour ist nur für Wanderer mit gutem
Orientierungssinn zu empfehlen - und nur bei trockenem Untergrund:
Lange Strecken gehen über Bergwiesen weglos querfeldein. Auf der
ganzen Tour ist die Aussicht wunderbar, daher unbedingt einen Tag mit
klarer Sicht wählen! Man überblickt große Teile der
Abruzzen: das Tal von L’Aquila, den Monte Ocre, das
Gran-Sasso-Massiv, am Schluß auch die Maiella und den Monte
Sirente.
Dauer: knapp vier Std., Anstiege 850 m.
Planung: Ausgangspunkt ist L'Aquila. Von dort fahren häufig
Busse nach Vallesindola. Für die Rückfahrt von Rocca di
Cambio nach L'Aquila täglich mehrere Verbindungen.
Man kann auch in Rocca di Cambio übernachten (Cristallo***,
Tel. 0862 919 776) und bei Interesse am nächsten Tag die Wanderung durch die Celano-Schlucht anschließen (gute Busverbindungen von Rocca di Cambio nach Ovindoli).
Orientierung: Nicht ganz einfach, da weite Strecken querfeldein
führen. Bei gutem Orientierungssinn dürfte andrerseits die
Wegbeschreibung ausreichen. Die vorhandenen Karten (Sirente-Velino 1:50 000
von Il Lupo und topographische Karte IGM 1:50 000 Nr. 359 L'Aquila)
sind für dieses Gebiet ungenau und taugen allenfalls zur
Groborientierung.
Trinkwasser bei der Fontana Maola (nach 1 Std.), nach 2.30 Std. und nach 3 Std.
Wegverlauf: Von der Haltestelle des Busses unterhalb des
Dorfs Vallesindola steigt man auf dem Sträßchen ins Dorf an.
Am oberen (südwestlichen) Ortsrand findet man ein nach Süden
ansteigendes Sträßchen. Man folgt ihm aus dem Dorf heraus,
geht bei einer Querstraße nach 5 Min. rechts, bei der gleich
folgenden Gabelung links. Man folgt dem Sträßchen immer nach
Süden ansteigend. Der Asphalt hört zwischendurch
vorübergehend und nach etwa 45 Min. definitiv auf. Man gelangt zu
einem Haus und gleich danach zum Brunnen Maola (Trinkwasser, knapp 60
Min, 1103 m).
Direkt hinter dem Brunnen zweigt man von dem breiten Weg nach rechts
auf einen schmaleren ansteigenden Weg ab (verwitterte rot-gelbe
Markierung). Man folgt nun diesem anfangs markierten Pfad in
südöstlicher Richtung. Der Pfad wird bald sehr undeutlich und
verliert sich dann, man behält querfeldein ansteigend immer die
Südost-Richtung bei, parallel zum Gebirgsstock rechter Hand und
zum Tal links. Etwa 50 Min nach der Fontana Maola gelangt man zu einer
kleinen Hochfläche, wo ein Fahrweg beginnt. Ich stieg hier weiter
querfeldein an zu einer Kuppe mit einigen einzelnen Bäumen, ging
dann am Zaun entlang nach links und stieg schließlich ab zum
unterhalb sichtbaren Weg. Einfacher ist es vermutlich, von der
Hochfläche dem Fahrweg für etwa 15 min zu folgen, dann -
bevor der Weg sich nach links zum Dorf S.Martino d'Ocre senkt - nach
rechts in einen abzweigenden breiten Weg zu biegen. Dieser steigt an,
wird hinter einem Haus mit Brunnen (Trinkwasser) schmaler und
führt an einem Zaun entlang zu einem Wäldchen unterhalb des
Monte d'Ocre (2.50 Std.). Am Waldrand entlang weiter, links unterhalb
wird ein Haus sichtbar (Brunnen, Trinkwasser). 100 m vor dem Haus
steigt man über eine Holzstiege nach rechts und findet einen Pfad,
der am Waldrand in südlicher Richtung ansteigt. Der Pfad verliert
sich in Wiesen, man steigt weiter nach Süden an zu einem Felsblock
auf einer Kuppe (3.10 Std.). Hier wird rechts das Felsmassiv des Monte
Sirente sichtbar, links im Hintergrund die Maiella, links unterhalb das
Dorf Pago.
Man steigt nun querfeldein ab, anfangs streckenweise etwas
mühselig. Orientierungspunkt ist immer der Monte Sirente im
Süden, nicht nach links Richtung Pago absteigen! Etwa 20 Min. nach
der Kuppe erscheint unterhalb Rocca di Cambio. Man geht abwärts
zum Dorf (3.50 Std.)
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