Von Pescocostanzo nach Ateleta
Die sehr schöne Tour, durchgehend auf angenehmen
Wegen, verläuft in ganz einsamen Berglandschaften in
Höhenlagen um 1300-1500 m. Erst am Schluß steigt man ins
niedriger gelegene Sangro-Tal (800 m ü.M.) ab. Der Weg führt
abwechslungsreich über Hochflächen und Bergwiesen, durch
Felslandschaft und Buchenwälder. Im Mai/Juni blühen am
Wege Orchideen, Primeln, Enzian. Immer wieder genießt man weite
Blicke auf die Berge der Abruzzen und des Molise sowie das Tal des
Sangro.
Dauer: 5.30 Std., 600 m Anstieg
Planung: Hotels in Pescocostanzo (www.guideweb.it/3tur_hot_abr_aq9.htm)
(meine Empfehlung: Archi del Sole***, www.archidelsole.it) und in
Ateleta (Due Monti***, Tel. 0864 65 405, duemonti@bigfoot.com)
Bus- (www.arpaonline.it) und
Zugverbindungen (www.trenoitalia.com)
nach Pescocostanzo und ab Ateleta.
Orientierung: Der Weg ist über weite Strecken
gut markiert und dürfte mit der Wegbeschreibung problemlos zu
finden sein. Die topographische Karte des IGM (Nr. 379 Capracotta 1:50.000) ist
daher nicht unbedingt erforderlich.
Trinkwasser: In Pietransieri (2.20 Std.) und Colle
Giovenchi (4.45 Std.).
Einkehren: Sehr gut
ist das Paolino in Pescocostanzo (Strada Vulpes 34, Tel. 0864 640 080,
Mo geschl.) mit schönen Trüffel- und Steinpilzgerichten und
Fleisch von den Bergweiden der Umgebung: Lamm, Rind, Hirsch. Mittlere
Preise. In Pietransieri gibt es ein angenehmes Restaurant mit guter
Hausmacherküche: La Fonte Vecchia, Piazza Cavour 5, Tel. 0864 63
402, Di geschl.
Wegverlauf: Man verläßt
Pescocostanzo auf der Straße in Richtung Roccaraso/Stazione. Am
Ortsrand, in der Rechtskurve kurz hinter dem Hotel Eden, biegt man in
ein kleineres Sträßchen nach links abwärts (Wegweiser
"Formaggi/Salumi"). Der Asphalt endet bald, man steigt weiter ab
zur Hauptstraße N 84. Auf der Straße nach links und nach
etwa 250 m in den ersten nach rechts abzweigenden Weg.
Der Weg führt unter der Bahnlinie hindurch. Man
folgt den Wegspuren über die Hochfläche, geht dann (etwa 15
Min. ab der Straße) an einem Zaun entlang, leicht nach
Südosten ansteigend. Herrliche Blicke auf die Hochfläche, auf
Pescocostanzo und das Maiella-Massiv. Man überquert einen Bach
(knapp eine Std. ab Pescocostanzo), danach steigt der Weg stärker
an - weiter mit sehr schöner Aussicht - bis zu zwei
Brunnenhäuschen am Waldrand (1.15 Std.). Hier folgt man dem Weg
nach rechts in den Wald hinauf. Eine Weile geht es sehr steil
aufwärts. Nach 15 Min. erreicht man erneut zwei
Brunnenhäuschen. Man umgeht die ummauerte Quelle rechts, danach
geht es ein Stück querfeldein: Man steigt auf der Wiese am
Waldrand zu einer rechts oberhalb sichtbaren Kuppe an, die in 5 Minuten
erreicht wird. Man behält im Abstieg die Richtung bei und kommt
nach wenigen Minuten zu einer Lichtung mit den Markierungspfählen
einer Gasleitung (hier nicht auf die Wegmarkierungen achten, sie
führen nicht in unsere Richtung!). Entlang der Gasleitung nach
links, in fünf Minuten aufwärts zur nächsten Kuppe, hier
leicht nach rechts gehen (die Gasleitung steigt links noch weiter an,
man folgt ihr nicht mehr), querfeldein über Wiesen nach
Südosten. Rechts unterhalb läßt man ein Haus liegen und
geht in Richtung auf einen V-förmigen Taleinschnitt.
Hier findet man einen schmalen Wiesenpfad (gut 2 Std.
ab Pescocostanzo). Er führt zwischen Waldstücken
abwärts. Nach wenigen Minuten passiert man wieder ein
Brunnenhäuschen, gleich darauf verläßt man den Wald.
Blick auf das Sangro-Tal und die Berge des Molise. Abstieg querfeldein
in der bisherigen Richtung über Wiesen, im Frühjahr
wunderschöne Blüte in allen Farben. Unterhalb wird
zunächst eine Häusergruppe, dann das Dorf Pietransieri zwischen Felsen
sichtbar. Man steigt ab zu dem breiten Weg östlich des Dorfs (2.20
Std.). Rechts gehend, kann man in fünf Minuten das Dorf erreichen.
Die Wanderroute führt auf dem breiten Weg nach
links, vom Dorf weg. Man steigt auf hoch über dem Sangro-Tal an.
Nach knapp 10 Min. wird der Weg grasüberwachsen, der Anstieg ist
nun weniger steil. Bald darauf wird der Weg zu einem schmalen Waldpfad.
Man folgt dem Pfad, im großen und ganzen die Richtung und die
Höhe beibehaltend (gelegentlich Markierungspfähle des
Maiella-Nationalparks mit gelben Zeichen, Weg Nr.1). Nach 30 Min. ab
Pietransieri überquert man bei einem kleinen Wasserfall einen
Bach, gleich darauf geht man bei einem Querweg links hoch und folgt
weiter den Markierungen. 10 Min später trifft man auf einen
breiteren Querweg (ab Pescocostanzo 3 Std., ab Pietransieri 50 Min.),
geht rechts.
Auf dem breiten Waldweg gelangt man in 15 Min. zu
einigen Steinhäuschen. Hier folgt man bei einem Querweg den
Markierungen nach links aufwärts und erreicht nach weiteren 10
Min. ein Asphaltsträßchen. Auf dem Sträßchen nach
links, 15 Min. Anstieg bis zum Ende der Straße (Picknickplatz).
Hier führen zwei Wege weiter, man nimmt den rechten (weiter
markiert). Er führt in knapp 5 Min. zu einer Wegverzweigung. Hier
geht man rechts, nun auf dem markierten Weg Nr. 7.
Der Weg führt zuerst im Wald abwärts, dann
durch offenes Wiesengelände, wiederum mit wunderbarem Panorama.
Die Grobrichtung wird durch den sich markant aus den Wiesen erhebenden
Felsgipfel des Monte dell’Ellera (1471 m) angezeigt. Nach 10 Min. biegt
der Weg vor einem Haus nach links, wenige Minuten später trifft
man auf einen Querweg. Die Markierung führt hier geradeaus weiter,
vermutlich nach Case Maccarone, ich bin aber auf dem Querweg rechts
gegangen, teilweise sehr steil abwärts. Im Tal ist das Ziel
Ateleta bereits sichtbar. Der Weg biegt schließlich nach links,
führt am Schluß eben zum Weiler Case Maccarone (4.30 Std. ab
Pescocostanzo, 2.10 Std. ab Pietransieri).
Bei den ersten Häusern biegt man auf dem
Sträßchen nach links, gleich darauf auf der
größeren Straße wieder nach links. Man passiert sofort
das Dorf Colle Giovenchi (oder
Case Giovenchi). Am Ortsende beschreibt die Straße eine
Rechtskurve und gleich darauf eine scharfe Linkskurve (Spiegel). Hier
zweigt ein Fußweg nach rechts ab. Er ist auf den ersten hundert
Metern stark überwuchert, dieses Stück umgeht man besser
links auf der Wiese. Dann wird der Weg gut passierbar, senkt sich,
überquert die Straße und gelangt dann neuerlich zur
Straße. Nach links zum Weiler Case
Scullo.
Am Ortsanfang nach rechts abwärts in einen
Maultierpfad. Diesem folgt man immer abwärts. Streckenweise ist er
völlig überwachsen und unpassierbar, dann muß man ihn
dann nach rechts querfeldein umgehen. Die Richtung ist klar, da Ateleta
im Tal sichtbar bleibt. Im Talboden gelangt man zu einer
Häusergruppe (5.10 Std.), kommt gleich darauf zu einem
Sträßchen, überquert es und steigt auf einem Feldweg
ins Dorf an. Bei einem Quersträßchen zwischen den
Häusern nach links, dann nach rechts in den Treppenweg Via
Montreal, abwärts zu Kirche, Piazza und Hotel (knapp 5.30 Std. ab
Pescocostanzo, 3.20 Std. ab Pietransieri).
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