Latium
Latium war eines der großen Reiseziele des
19.Jahrhunderts. Diese Ideal-Landschaft der romantischen Künstler
ist mehr gemalt worden als jede andere Gegend Italiens. Hunderte von
Bildern in den europäischen Museen zeigen Szenen aus den Sabiner
oder Albaner Bergen. Heute wird die Region wenig besucht. Zu Unrecht:
Der romantische Reiz der Landschaft ist noch immer spürbar,
außerdem gibt es hier eine Fülle von
Sehenswürdigkeiten, von etruskischen Nekropolen über
mittelalterliche Dörfer und Kirchen bis zu den Landvillen
römischer Adliger aus der Spätrenaissance.
In Latium lassen sich wunderbare Wanderungen
durchführen. Die Wege sind allerdings nicht leicht zu finden. Es
gibt kaum brauchbares Kartenmaterial, außerdem sind viele der
alten Fußwege in den letzten Jahrzehnten aufgegeben worden und
nicht mehr passierbar. Ohne Wanderführer läuft hier nichts.
Empfehlenswert: Rom-Latium von Ursula und Claus-Günter
Frank (Rother Verlag, 1.Aufl. 2003). Das Buch beschreibt Wege in den
landschaftlich interessanten Gebieten Latiums: im Etruskerland zwischen der Toskana und Rom,
von dem ausländische Touristen meist nur den Bolsena-See
kennen; in der Malerlandschaft
östlich von Rom; im latinischen Gebirge,
u.a. in den Albaner und Sabiner Bergen, den
Monti Reatini, den Monti Simbruini und Ernici. Mehrere
Latium-Wanderungen in den Berggebieten finden sich auch in Latium mit Rom von Georg
Henke und Frank Schwarz (Reise Know-How, 1.Aufl. 2006).
In der Umgebung des Bolsena-Sees kann man außerdem
eine dreitägige Streckenwanderung von
Pitigliano bis Montefiascone durchführen.
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