An der Riviera di Levante bildet das Hinterland angesichts der großartigen Küstenwanderungen eindeutig die zweite Wahl. Anders verhält es sich an der Riviera di Ponente zwischen Ventimiglia und Genua. Hier, wo die Ufer weitgehend verstädtert und verbaut sind, ist das Hinterland eindeutig schöner, vor allem im Westen im Gebiet der Seealpen. Dieses Gebirge ist ebenso wie der östlich anschließende ligurische Apennin fast überall sehr einsam. Die Bergregionen sind weitgehend entvölkert, die Dörfer haben oft nur wenige Einwohner. Man gelangt hier also in "urtümliche", kaum besiedelte Landschaften. Die Seealpen steigen bis 2200 m an, der Apennin bildet weite Mittelgebirgslandschaften mit Kastanienwäldern und großen Weideflächen.
Zahlreiche Wege im ligurischen Hinterland sind beschrieben in den Wanderführern von Georg Henke/Christoph Hennig, Wandern in Ligurien (DuMont), Michael Pröttel, Cinque Terre und Ligurien (Bruckmann Verlag) sowie - nur für das Hinterland der Riviera di Ponente - von Sabine Becht u.a., Ligurien (Michael Müller). Am besten lernt man das Gebiet auf der Streckenwanderung von Toirano nach Airole kennen.