Die Marken sind eine sympathische, bei ausländischen Touristen relativ unbekannte Region Italiens. Viele der freundlichen Kleinstädte lohnen den Besuch. Für Wanderer aber ist das Gebiet über weite Bereiche uninteressant. Die Küste ist flach und fast überall brutal zersiedelt. Nur am kleinen Höhenzug des Monte Conero bei Ancona genießt man angenehmere Eindrücke. Das Hügelland wirkt im Fußgängertempo meist eintönig. Man überblickt die Landschaft auf große Entfernung, keine Überraschung wartet hinter der nächsten Wegbiegung. Die großen, nur selten durch Wälder oder Baumgruppen aufgelockerten Felder bieten kaum Abwechslung. Zudem gibt es wenig geeignete Wege - meist müßte man auf Schotterstraßen oder Asphalt wandern.
Im Westen der Region, an der Grenze zur Toskana und Umbrien, bietet
der Apennin dagegen zahlreiche gute Wandermöglichkeiten. Vor allem
die
bis zu 2500 m ansteigenden Monti
Sibillini sind eine ideale
Wanderregion. Zahlreiche Touren führen durch dieses Gebiet
eindrucksvoll geformter Berge mit einer großartigen Vegetation,
darunter der Grande Anello dei Sibillini,
der zu den schönsten und am besten markierten Fernwanderwegen in
Italien zählt.
Auch weiter nördlich gibt es im Apennin schöne
Wanderwege,
beispielsweise am Monte Nerone, am Monte Catria, am Monte Cucco und im
Montefeltro. Die beste Auswahl von Touren in den Marken bietet der
Führer Umbrien und die
Marken von Georg Henke (Sunflower, 1.Aufl. 2005).