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Grande Anello dei Sibillini

Ein wunderschöner Fernwanderweg in den Monti Sibillini, hervorragend markiert, mit guter Streckenführung. In neun Etappen führt er als Rundweg am Rand des Gebirges entlang, meist in Höhenlagen zwischen 600 und 1500  m. Gut trainierte Wanderer können die Tour in fünfeinhalb Tagen zurücklegen;  dann ist man allerdings täglich zwischen sechs und sieben Stunden unterwegs, mit Anstiegen um 1000 Höhenmeter.



Wanderkarte: Unbedingt notwendig für die Tour  ist die ausgezeichnete Karte  "Parco Nazionale dei Monti Sibillini" 1:25 000 von Edizioni SER, in Deutschland erhältlich bei www.allmaps.de und bei www.karten-schrieb.de). Zusammen mit den sehr guten Markierungen reicht sie  ohne weitere Wegbeschreibung für die Orientierung aus.

Wanderführer: Gillian Price, Italy's Sibillini National Park (Cicerone Guide 2009) beschreibt den Weg ausführlich, ist aber für die Wanderung nicht unerlässlich: Karte und Markierungen reichen aus.
Streckenführung: Die Broschüren und die Website des Nationalparks schlagen vor, die Wanderung in neun Etappen durchzuführen. Praktisch ist das nicht sinnvoll. Erstens sind einige Etappen  für eine Tagestour zu kurz. Zweitens existieren bisher nicht an allen vorgeschlagenen Etappenzielen Unterkünfte.  Mir scheint am sinnvollsten eine Aufteilung auf sechs oder sieben Tagestouren: 1.-3.Tag Visso - Fiastra - Rifugio Città di Amandola - Montemonaco (die lange Tour Visso-Fiastra kann man auch auf zwei Tage verteilen), 4.-6.Tag Montemonaco - Forca di Presta - Campi Vecchio - Visso oder 4.-7.Tag Montemonaco - Colle - Colle le Cese - Campi Vecchio - Visso. Die letzte Etappe Campi-Visso ist eine Halbtagestour. Alternativ kann man die Wanderungeauch in Norcia oder Montemonaco beginnen. Vorschläge zur Einteilung der Etappen und nähere Hinweise zu den einzelnen Touren gebe ich auf der Druckversion dieser Seite.
Unterkunft:  Die Nationalparkverwaltung plant, an allen Etappenzielen eigene Unterkünfte zu errichten. Bisher existieren solche Wanderherbergen nur in Cupi, Fiastra, Garulla, Colle, Colle Le Cese und Campi. Die Preise sind günstig, es gibt normalerweise außer Schlafsälen auch Doppelzimmer. Außerdem stehen an der Strecke in einigen Orten Hotels (in Visso, Fiastra, Pintura di Bolognola, Montefortino - Ambro, Montemonaco, Forca Canapine) sowie Berghütten (zwischen Pintura di Bolognola und Piedivalle, an der Forca di Presta und an der Forca Canapine).    Alle Hütten stellen Bettwäsche und, soweit nötig, Leinenschlafsäcke zur Verfügung - man braucht also keinen eigenen Schlafsack mitzunehmen.
Der Nationalpark hat eine Liste aller Unterkünfte am Weg ins Netz gestellt. Die Orientierung auf der Seite ist nicht ganz einfach: Unter "ricettività sul Grande Anello" stehen Unterkünfte direkt an der Strecke, "ricettività in prossimità del Grande Anello" bedeutet: nicht direkt am Weg, aber von dort zu Fuß erreichbar. Für die Adressen und Telefonnummern muss man oben auf der Seite auf "alloggiare in..." klicken. Wanderherbergen und Berghütten findet man dort unter "rifugi gestiti". (Dabei stehen das Rifugio Cupi unter "Visso", das Rifugio Città di Amandola unter "Amandola", das Rifugio Colle unter "Montegallo", das Rifugio Forca di Presta unter "Arquata del Tronto", die Rifugi an der Forca Canapine und das Rifugio Campi unter "Norcia".)
Unterkünfte unbedingt am Tag vorher reservieren, oft öffnen sie nur auf Anfrage!
Trinkwasser: kein Problem, überall am Weg finden sich Quellen und Brunnen. Das Wasser ist immer trinkbar, sofern nicht ausdrücklich "non potabile" dransteht"
Proviant: Etwas komplizierter. Direkt am Weg gibt es nur wenige Ortschaften mit Lebensmittelgeschäften, daher muss man die Mittagsverpflegung meist für einige Tage im voraus planen. Einkaufen kann man nur in Visso, Fiastra und Montemonaco (etwa 30 Min. abseits der Wanderstrecke). Abends bekommt man allerdings in allen Unterkünften warmes Essen, und manche Hütten verkaufen belegte Brote, Wurst oder Käse.
Jahreszeit: Mitte Mai bis Mitte Oktober. Am schönsten ist die Wanderung während der Blütezeit (normalerweise Mitte Mai bis Mitte Jun)i. In manchen Jahren liegt allerdings in Höhenlagen über 1500 m bis Ende Mai noch Schnee.  Im Juli und vor allem August sollte man die Unterkunft unbedingt vorbestellen. In diesen Monaten kann es in niedrigeren Höhenlagen (unter 1000 m) recht heiß werden.
An- und Abreise: Gute Busverbindungen von Rom nach Visso (werktags 11.40 ab Bhf. Roma-Tiburtina, an 15 Uhr. Alternativ mit der Bahn nach Terni, von dort ein Bus nach Visso 18.40 Uhr oder nach Foligno, von dort Bus 15.10 Uhr) und Norcia (ab Bhf. Roma-Tiburtina, werktags 7.20 und 14.40, jeweils rund 3.30 Std. Fahrzeit). Fahrplanauskünfte auf www.contram.it, Tel. 800 037 737 (Visso) und www.spoletina.it, Tel. 0743 212 209  (Norcia). Ebenfalls gut erreichbar sind Montemonaco und Amandola, die am Ostrand der Sibillini nah an der Wanderstrecke liegen: Täglich 8 und 14.30 Uhr direkte Busse ab Rom (ab Viale Castro Pretorio 84, Metro-Station Castro Pretorio, 10 Fußminuten vom Bhf. Termini), Fahrzeit  4 bzw. 4.40 Std., Auskunft unter www.startspa.it, Tel. 800 443 040 und 06 446 0567.
GPS: Ebenfalls auf der Nationalpark-Website  findet man unter www.sibillini.net/il_parco/gps/index.html GPS-Daten und Karten zum Herunterladen.
Weitere Informationen: Genaue Wegbeschreibungen und zusätzliche Informationen stehen in der Broschüre des Nationalparks "Grande Anello dei Sibillini" (auch auf  englisch). Sie ist  leider fast nicht mehr aufzutreiben - vielleicht gibt es mal eine Neuauflage? Das Buch ist zum Glück nicht unbedingt notwendig, Wegmarkierungen und SER-Karte (s.oben) reichen zur Orientierung völlig aus.


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