Crete

Die Crete südlich von Siena wurden lange Zeit von den Touristen links liegen gelassen. Charles Dickens fand die Gegend 1845 "so kahl und unwirtlich wie die Moore in Schottland". Heute hat die eindrucksvolle Landschaft Kenner und Liebhaber gefunden. Über den endlosen Wellen der fast baumlosen Hügel erhebt sich nur ab und zu eine Zypressenreihe oder ein einsames Haus. Die Erosion hat bizarre Formen in das Land gemeißelt; die wenigen Bäume und Bauten setzen graphische Akzente. Eine Ideallandschaft für Fotografen, an jeder Wegbiegung wartet ein Motiv. Und die verstreuten Kleinstädte wie Montalcino, Pienza, Montepulciano faszinieren durch ihre Lage, die Kunstwerke, die Atmosphäre.

Die von Schafweiden und Getreidefeldern bestandenen Hügel wechseln im Lauf des Jahres ständig die Farben, vom zarten Grün des Frühjahrs über das satte Gelb der Getreidefelder im Frühsommer bis zu den Erdfarben des Herbstes mit ihren Grau-, Braun- und Rot-Tönen. Probleme beim Wandern: Fast alle Wege sind schattenlos, es kann also sehr heiß werden. Und nach starken Regenfällen verwandelt sich der Lehmboden streckenweise in eine kaum passierbare Schlammwüste.

Die schönsten Wege:

Eine Gruppen-Wanderreise in der Region veranstalte ich vom 10. bis 17.Mai 2009. Sie führt fortlaufend von Monte Oliveto Maggiore nach Montepulciano. Unterkunft in angenehmen Hotels in Siena, Montalcino und Pienza, Reisepreis ab 950 €. Genauere Informationen auf www.italienwandern.com.

Kartenmaterial: Multigraphic Val d’Orcia 1:25 000 (brauchbar, aber Vorsicht: viele der eingezeichneten markierten Wanderwege sind landschaftlich reizlos bzw. führen über Schotterstraßen!)
Kompass Pienza-Montalcino-Monte Amiata 1:50 000 (passabel, doch zur Orientierung ohne Wegbeschreibungen kaum ausreichend).