Von den Apuanischen Alpen im Nordwesten bis zur umbrischen Grenze im Südosten zieht sich der Apennin quer durch die Toskana. Mit Ausnahme der schroffen und felsigen Apuanischen Alpen trägt das Gebiet meist Mittelgebirgscharakter. Die Berge steigen auf Höhen um 1200-1500 m an, ausgedehnte Wälder bedecken ihre Flanken, die Vegetation ist eher mitteleuropäisch als mediterran. Das Gebirge ist dünn besiedelt und wirkt streckenweise recht urtümlich. Ich muß gestehen, daß mich diese Landschaft nie sonderlich interessiert hat, sie ist mir nicht "italienisch" genug - weder zeigt sie die Eleganz der toskanischen Hügel noch ist sie so eindrucksvoll-grandios wie der weiter südlich gelegene Kalkapennin, etwa in den Marken oder den Abruzzen. Aber das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ohne Zweifel stellt der toskanische Apennin ein schönes Wandergebiet dar, wenn man nicht in ausgesprochen "südlicher" Atmosphäre wandern will.
Toskana Nord von Wolfgang Heitzmann und Renate Gabriel (Rother Verlag) ist fast ein Spezialführer zu diesem Gebiet. Das Buch stellt mehrere Dutzend Wege im toskanischen Apennin vor, außerdem einige Touren im Hügelland bei Florenz und Pisa. Mehrere - nach meinem Eindruck gut ausgesuchte - Apennin-Wanderungen finden sich auch in Elizabeth Mizon, Landschaften der Toskana (Sunflower). Stefan Peters hat einen Vorschlag für eine dreitägige Tour im toskanischen Apennin ins Internet gestellt. In meinem Wandern in der Toscana (DuMont) habe ich mich wegen meiner eher kühlen Einstellung zum toskanischen Mittelgebirge auf zwei Tourenvorschläge beschränkt.
Karten: Multigraphic deckt mit elf Karten im Maßstab
1:25 000 den gesamten toskanischen Apennin ab.