Valnerina
Ein Fluß mit klarem grünen Wasser in einem
tief eingeschnittenen Tal, kleine Dörfer, hochaufragende Berg-
und Felshänge: die Valnerina ist ein durch und durch
romantisches Gebiet. Allerdings nicht vollständig ruhig: eine
Autostraße führt durch das langgestreckte Tal zwischen Terni
und Visso. Im oberen Teil ab Sant’Anatolia di Narco hat der Verkehr
seit der Eröffnung eines Straßentunnels 1999 ziemlich
zugenommen. Trotzdem ist die Wanderung im Talgrund ein großer
Genuß.
Von Ferentillo bis Borgo Cerreto kann man zwei Tage lang auf
schönen, bequemen Wegen dem Flußlauf folgen (gesamte
Gehzeit: 9-10 Stunden). Man wandert meist auf Feldwegen, gelegentlich
querfeldein, im nördlichen Teil auch auf der alten Bahntrasse
der 1968 demontierten Strecke Spoleto-Norcia. Die Tour ist weitgehend
beschrieben in Umbrien und die Marken (Sunflower Verlag 2005)
von Georg Henke. Auch ohne Wegbeschreibung ist sie mit Hilfe der guten
wanderkarte "Monti di Spoleto e della Media Valnerina" (1:25 000) von Edizioni SER leicht zu finden. Die
Orientierung im Tal ist einfach.
Eine angenehme Unterkunft am Weg - mit gutem Restaurant - ist das
Albergo del Ponte** in Scheggino (Tel. 0743 61 253, Fax 0743 61131).
Unbedingt empfehlenswert: der Abstecher zur Abtei San Pietro di Valle
oberhalb des Dorfs Macenano. Das von den Langobarden gegründete
Kloster liegt eindrucksvoll in schöner Landschaft, die blendend
restaurierten Fresken des 12.Jhdts. sind eine kunsthistorische
Kostbarkeit.
Im Sunflower-Führer finden sich
außerdem zwei weitere
Neratal-Wanderungen.
In der Valnerina wandert man am besten von Mitte April bis Ende Juni
und im September/Oktober.
Wanderkarte: "Monti di Spoleto e della Media Valnerina" 1:25.000, s.oben.
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