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Abruzzen

In der grandiosen Hochgebirgslandschaft der Abruzzen lassen sich großartige Wandertouren unternehmen. Gute Kondition ist allerdings erforderlich, und auf vielen Routen braucht man Bergerfahrung und einen gewissen Abenteuergeist. Die Markierungen sind vielfach unzureichend, die Karten oft ungenau, die Wege häufig anspruchsvoll. In den Höhenlagen zwischen 1500 und 3000 m muß man sich außerdem, wie immer im Hochgebirge, auf möglicherweise gefährliche Wetterwechsel einstellen. Für die Anstrengungen wird man mit ungewöhnlichen Eindrücken belohnt. Schroffe Felswände erheben sich über fast exotisch wirkenden Hochflächen, kahle Bergkuppen überragen tief eingeschnittene Täler, enge Canyons führen zu Wasserfällen und kleinen Seen. Die Gebirgslandschaft ist von der technischen Zivilisation vergleichsweise wenig beschädigt worden. Relativ selten findet sich die unerfreuliche Infrastruktur von Appartements, Hotels und Skiliften, die in den Alpen so viel Unheil angerichtet hat. Fast das gesamte Gebirge steht heute unter strengem Naturschutz, und das ist in der Landschaft auf angenehme Weise spürbar.

Die schönsten Wandergebiete der Abruzzen sind der Gran Sasso und die nördlich angrenzenden Monti della Laga, die Maiella, die Massive des Monte Ocre, Velino und Sirente und der Nationalpark. Die letztere Bezeichnung ist etwas irreführend, denn seit 1991 sind auch die Monti della Lage, der Gran Sasso und die Maiella "Parchi Nazionali". Doch der historische, seit 1923 bestehende Nationalpark im Südwesten der Region gilt im gängigen Sprachgebrauch noch immer als der Parco Nazionale.


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Außer den Gipfelbesteigungen - z.B. des Corno Grande (2912 m), des höchsten Berges Italiens außerhalb der Alpen - sind zahlreiche Wanderungen von Ort zu Ort möglich; immer wieder trifft man auf reizvolle Bergdörfer. In den Gipfelregionen kann man normalerweise von Juni bis Anfang Oktober wandern, in Lagen unter 1500 m von Mitte April bis Oktober.

Eine vierzehntägige Fernwanderung durch die Abruzzen, die man  problemlos auch in kürzere Abschnitte aufteilen kann,  beschreibe ich in: Christoph Hennig, Wilde Wege - stille Dörfer (Rotpunkt Verlag Zürich). In dem Buch stehen insgesamt 30 Abruzzen-Wanderungen und Gipfeltouren.

Abruzzen-Wanderungen für Individualreisende (Hotelreservierung, Gepäcktransport, detaillierte Wegbeschreibungen u.a.) organisiert  www.italienwandern.com