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Maremma

Das ausgedehnte Hügelland im Südwesten der Toskana zwischen dem Monte Amiata und der Küste ist extrem dünn besiedelt. Kilometerlang sieht man kaum ein Haus, man genießt das Gefühl unendlicher Weite. Die Landschaft wirkt zugleich abwechslungsreich und beruhigend. Eine "andere Toskana" - keine Weinberge und Ölbaumhaine und auch kaum touristisches Business, sondern Wiesen und Felder, versteckte Schluchten und Flußtäler, Schafherden und stille Dörfer.

Am besten lernt man dieses Gebiet auf der mehrtägigen Streckenwanderung von Siena nach Pitigliano kennen, die zwischen Roccalbegna und Pitigliano vier Tage lang durch die Maremma führt. Aber auch Einzeltouren lassen sich hier gut unternehmen, wobei das größte Problem in dem einsamen Gebiet darin liegt, öffentliche Verkehrsmittel für die Rückfahrt zu finden. Fünf solcher Touren mit Rückfahrmöglichkeit (meist um 3 Std. Wanderzeit) habe ich im Wanderführer Toscana (DuMont Verlag) beschrieben. Mehrere Maremma-Touren stehen auch im Wanderbuch Toscana von Britta Ullrich (Michael Müller Verlag).

Die Küste der Maremma ist vor allem im Maremmen-Naturpark südlich von Grosseto interessant - in der geschützten Küstenlandschaft steht kein einziges bewohntes Haus, sondern nur einige mittelalterliche Wachttürme und die Ruinen eines Klosters. Der Zugang zum Naturpark ist geregelt (freier Zugang von Oktober bis Mitte Juni, im Sommer muß man sich geführten Rundgängen anschließen. Informationen unter www.parco-maremma.it, Tel. 0564 407 098).


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Kartenmaterial: Alle Karten decken jeweils nur Teile des Gebiets ab. Empfehlenswert ist "Alta Maremma - Selva del Lamone" von Il Lupo im Maßstab 1:25.000 (mit italienischsprachigem Führer und 28 Touren). Bei Kompass gibt es "Costa della Maremma" und "Maremma, Argentario, Grosseto" im Maßstab 1:50 000.

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