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Pilgerwege: Via Francigena

Nachdem sich der Jakobsweg („Ich bin dann mal weg“) zum großen Wanderhit Europas entwickelte, hat auch Italien nachgezogen. Drei Pilgerwege sind inzwischen weitgehend markiert : die Via Francigena, die alte „Frankenstraße“ von Norditalien nach Rom; der Franziskusweg  vom Kloster La Verna in der Toskana nach Rom; und der  Benediktweg von Norcia in Umbrien nach Montecassino südlich von Rom. Diese Wege gehören heute zu den meistfrequentierten Fernwanderwegen in Italien. Für Wanderer, die an schönen Wegen und Landschaften interessiert sind – und nicht daran, irgendwelche Strecken bloß „zurückzulegen“ – sind aber bei der Via Francigena und dem Benediktweg immer nur begrenzte  Abschnitte  interessant.  In Oberitalien führt die Via Francigena  über längere Strecken durch zersiedelte, landschaftlich eher unerfreuliche  Regionen, häufig  über Asphalt.  Im Apennin, der Toskana und Latium wird das Landschaftsbild schöner, aber insgesamt geht man – jedenfalls für meinen Geschmack – immer noch viel zu viel auf  asphaltierten Wegen und breiten Schotterstraßen.

Die bessere Alternative für den Weg nach Rom:

Zuerst auf der GTA durch die piemontesischen Alpen, dann auf dem Höhenweg der ligurischen Berge bis Genua, weiter auf der Tour Von Genua nach Portovenere. Von La Spezia bis Florenz muss man sich dann mit Hilfe von Kartenmaterial durch den toskanischen Apennin durchschlagen. Von Florenz bis Assisi kann man dem  Franziskusweg folgen, schließlich weiter auf der schönen Streckenwanderung von Assisi bis Rom.

Von den beiden deutschsprachigen Wanderbüchern  zur Via Francigena ist der Rother-Wanderführer Via Francigena von Renate Flori eindeutig der bessere. Das gleichnamige Buch aus dem Conrad Stein Verlag schickt die Wanderer auf kilometerlange, teilweise tagelange Asphaltstrecken.